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    Westend Podcast#60 Corona ist vorbei. Die Fragen sind es nicht. | Tom Lausen

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    Corona ist vorbei. Die Fragen sind es nicht. Wer traf während der Pandemie die entscheidenden Entscheidungen? Wer überprüfte die Maßnahmen und ihre Folgen? Und wer übernimmt heute die Verantwortung? In ihrem neuen Buch „Fünf Minuten gegen die Macht“ nehmen Ulrike und Tom Lausen die politische Aufarbeitung der Corona-Jahre unter die Lupe. Als Sachverständiger der Enquete-Kommission des Bundestages erlebt Tom Lausen die Befragungen aus nächster Nähe. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, politischen Entscheidungen und staatlicher Verantwortung. Ein Blick hinter die Kulissen der Corona-Aufarbeitung – und auf die Frage, ob tatsächlich alles so alternativlos war, wie damals behauptet wurde.

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    #103 Die rechtliche Einordnung des Falls Guérot | Carlos A. Gebauer & Gunter Schoß

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    Aufzeichnung derVeranstaltung vom 07.07.2026 – Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt veranstaltet gemeinsam mit dem Westend Verlag und dem Freidenker-Verband Hessen e.V. einen besonderen Abend mit Prof. Dr. Ulrike Guérot. Erster Teil: Die Buchvorstellung. Carlos A. Gebauer liest zusammen mit Gunther Schoß aus „Die Akte Guérot“. – Die „Akte Guérot“ ist weit mehr als ein arbeitsrechtlicher Einzelfall. Die vorliegende Dokumentation zeichnet anhand von Schriftsätzen und Urteilen den vollständigen Verlauf einer Kündigungsschutzklage nach – vom Arbeitsgericht Bonn über das LAG Köln und das Bundesarbeitsgericht bis hin zur anhängigen Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie verändern sich Rechtsstaatlichkeit, Verfahrensfairness und richterliche Praxis in Deutschland seit der „Zeitenwende“ ab 2020? Welche Folgen hat es, wenn aus Sachfragen Rechtsfragen werden und Gerichte zunehmend ohne Sachverständige entscheiden? Damit wird die „Akte Guérot“ zu einer Fallstudie von allgemeiner Bedeutung – für Juristen, Studierende und alle, die sich für die Zukunft des Rechtsstaats und die Entwicklung des Arbeitsrechts interessieren.

    #102 Pressekonferenz zur „Akte Guérot“ – Die juristische Dokumentation | Ulrike Guérot Carlos A. Gebauer

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    Im Rahmen einer Pressekonferenz stellen Ulrike Guérot, Carlos A. Gebauer und Markus J. Karsten das Buch „Die Akte Guérot – Eine juristische Fallstudie zur Wissenschaftsfreiheit“ vor und erläutern, welche grundsätzlichen Fragen der Fall für Wissenschaftsfreiheit, Arbeitsrecht und rechtsstaatliche Verfahren aufwirft. Die „Akte Guérot“ dokumentiert den vollständigen Verlauf eines vielbeachteten Kündigungsschutzverfahrens. Von den ersten Instanzen bis zur anhängigen Verfassungsbeschwerde.

    #101 Frieden braucht Mut – nicht Eskalation | Klaus von Dohnanyi & Erich Vad

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    Immer mehr Waffen, immer schärfere Rhetorik – aber führt das wirklich zu mehr Sicherheit? Klaus von Dohnanyi und Erich Vad widersprechen im Gespräch mit Renata Schmidtkunz dem Zeitgeist. Sie erklären, warum Frieden nur entstehen kann, wenn politische Vernunft ideologische Reflexe ersetzt, warum jeder Krieg den Frieden bereits mitdenken muss und weshalb der Gegner von heute der Verhandlungspartner von morgen sein kann. Ein Gespräch über Machtpolitik, Diplomatie und den schwierigen Weg zurück zum Frieden.

    #49 Kampfzonen | Sophia Wilk-Vollmann & Katharina Günter

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    Erwartung, Hoffnung und Ängste – in diesem Spannungsfeld bewegt sich die Ärztin Dr. Sophia Wilk-Vollmann. Als Notfallärztin und Soldatin war sie in internationalen Einsätzen in Mali und Afghanistan tätig, heute begleitet sie als ästhetische Medizinerin Menschen in ihrer Berliner Praxis oft über viele Jahre hinweg. In ihrem Buch berichtet sie von bewegenden Begegnungen mit Menschen, die nach traumatischen Erfahrungen oder persönlichen Krisen einen neuen Zugang zu sich selbst suchen. Katharina Günter liest aus dem Buch von Dr. Sophia Wilk-Vollmann und nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise durch bewegende Erfahrungen aus Krisengebieten, der Notfallmedizin und der ästhetischen Medizin.

#46 Sevim Dagdelen & Florian Warweg – Die NATO – Eine Abrechnung mit dem Wertebündnis

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Florian Warweg spricht mit Sevim Dagdelen über ihr Buch „Die Nato – Eine Abrechnung mit dem Wertebündnis“. 75 Jahre nach ihrer Gründung scheint die NATO auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Eine blutige Spur sowie drei große Mythen ziehen sich durch die Geschichte des „Wertebündnisses“ von seiner Gründung bis in die Gegenwart. Heute fordern der Stellvertreterkrieg gegen Russland in der Ukraine, soziale Verwerfungen durch exzessives Hochrüsten sowie die Einkreisung Chinas in Asien den Militärpakt in nie da gewesener Form heraus. Die NATO setzt auf Eskalation. Was mit der Lieferung von Helmen an die Ukraine begann, ist nun der Ruf nach Soldaten. Mit ihrer expansiven Geopolitik treibt die NATO die Welt näher an den Rand eines Dritten Weltkrieges als jemals zuvor. Es ist Zeit für eine Abrechnung, fordert Sevim Dagdelen.

#45 Artur Becker & Zachary Gallant – Die verlogene Entnazifizierung Deutschlands

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Artur Becker spricht mit Zachary Gallant über sein Buch Nazis All The Way Down: The Myth of the Moral Modern Germany – In Deutschland ist das alltägliche Leben, einschließlich Unternehmen, Verbänden, Kommunalverwaltungen, Parks, Schulen, Kirchen und Medien, immer noch von den Nazi-Verbrechen belastet, die im öffentlichen Bewusstsein nicht anerkannt werden. Das sagen Zachary und Katharina F. Gallant, die die derzeitige deutsche Praxis des Gedenkens an die Verbrechen des Nationalsozialismus kritisieren, weil sie die Stimmen und die Handlungsfähigkeit der Opfergruppen ausgeklammert. In ihrem Buch fordern sie eine „Entnazifizierung 2.0“, die darin besteht, das Vermögen der deutschen Unternehmen und Familien zu enteignen, die direkt mit den Naziverbrechen in Verbindung gebracht werden können, um dieses enteignete Kapital zur Bewältigung der dringendsten Katastrophen unserer Zeit einzusetzen.

Tischgespäch #18 Die Kuh ist nicht der Klima-Killer! | Florian Schwinn

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Aufzeichnung vom 07.02.2024 in der Romanfabrik Frankfurt am Main – Die Kuh ist ein Klimakiller, weil sie das hochwirksame Treibhausgas Methan ausstößt. Bei der Produktion eines Kilos Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser verbraucht. Wirklich? Ist das so? Es gibt viele Narrative über die Landwirtschaft, die schlicht falsch sind oder die gerne mal falsch verstanden werden. Das bisweilen auch absichtlich: Gezieltes Missverstehen ist eine Form der politischen Auseinandersetzung. Entsprechend schwer sind solche Erzählungen als Märchen zu entlarven oder gar aus der Welt zu schaffen. Aber einen Versuch ist es wert. Außerdem geht’s auch andersherum: Dieses Buch zeigt, wie wir mit Kühen die Klimakrise aufhalten, die Biodiversität wiederherstellen, die Kulturlandschaft retten und den Naturschutz stärken können. Nebenbei lichten wir die Wälder auf und schaffen neue, vernetzte Lebensräume für Wildpflanzen und Wildtiere und Erholungsgebiete für gestresste Städter. So wie die Kuh der Nukleus unserer ganzen Kultur ist, weil wir unsere Zivilisation auf dem Rücken der Rinder aufgebaut haben, so kann die »Kuhwende« der Nukleus einer umfassenden Agrarwende werden. Mit der sichern wir unsere Zukunft – die Landwirtschaft.

Tischgespäch #17 Demokratie am Abgrund? ǀ Rainer Mausfeld

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Rainer Mausfeld ist Professor an der Universität Kiel und hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Wahrnehmung- und Kognitionsforschung inne. In seinen gesellschaftspolitischen Beiträgen beschäftigt er sich mit der neoliberalen Ideologie, der Umwandlung der Demokratie in einen autoritären Sicherheitsstaat und psychologischen Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements. Mit seinen Vorträgen (u.a. Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert? und Die Angst der Machteliten vor dem Volk) erreicht er Hunderttausende von Zuhörern.

#44 Felicia Binger & Christine Prayon – »Kritik äußern ist eine sensible Angelegenheit«

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Johannes Bröckers spricht mit Christine Prayon und Felicia Binger. Die drei sprechen über das kürzlich erschienene Buch von Christine Prayon „Abwesenheitsnotiz“ – Ein fiktiver Tatsachenbericht über Long Covid und Post Vac, über Diskursverengung und rote Linien und eine Million bedauerliche Einzelfälle. Wer damit nichts anzufangen weiß, liest einfach nur den frechen Frauenroman auf den Bonusseiten. Die Kabarettistin Christine will ein Buch schreiben. Ihre Lektorin Gabi findet das gut und begleitet den kreativen Schreibprozess.

#42 Christine Prayon – Die Schere in meinem Kopf

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Ein fiktiver Tatsachenbericht über Long Covid und Post Vac, über Diskursverengung und rote Linien und eine Million bedauerliche Einzelfälle. Wer damit nichts anzufangen weiß, liest einfach nur den frechen Frauenroman auf den Bonusseiten. Die Kabarettistin Christine will ein Buch schreiben. Ihre Lektorin Gabi findet das gut und begleitet den kreativen Schreibprozess. Einziges Problem: Das Buch ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Und eine der beiden Protagonistinnen ist krank.Eine satirische Schein-Autobiografie. Eine pseudo-authentische Satire. Eine E-Mail-Novelle.

#41 Heinz Klippert & Albrecht Müller – Friedliches Denken muss gelernt werden! (Teil 2)

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Albrecht Müller im Gespräch mit Heinz Klippert, im zweiten Teil des Gesprächs geht es um die Anwendungsbereiche seines Buchs. Pazifistisches Denken gilt als veraltet, wenn nicht gar als naiv und unmoralisch, wie die jüngst bemühte, skandalöse Vokabel des „Lumpenpazifismus“ bezeugt. Populär ist dagegen eine neue politische Entschlossenheit, die den Krieg als Mittel der Friedenssicherung verklärt. Heinz Klippert beleuchtet die Hintergründe menschlicher Destruktivität, kommentiert die Aufrüstungs-, Entspannungs- und Friedenspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg und plädiert für einen reflektierten Pazifismus, der Waffeneinsätze zwar nicht ausschließt, wohl aber dem sensiblen Hinterfragen, Verstehen und Deeskalieren internationaler Konflikte die absolute Priorität zuweist. Das Buch richtet sich an alle, die der Alternativlosigkeit politischer und militärischer Konfrontation widersprechen und pazifistische Denkweisen retten möchten. Denn Schwarz-Weiß-Malerei bringt keinen Frieden!

#40 Heinz Klippert & Albrecht Müller – Frieden durch Verhandlungen (Teil 1)

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lbrecht Müller im Gespräch mit Heinz Klippert. Pazifistisches Denken gilt als veraltet, wenn nicht gar als naiv und unmoralisch, wie die jüngst bemühte, skandalöse Vokabel des „Lumpenpazifismus“ bezeugt. Populär ist dagegen eine neue politische Entschlossenheit, die den Krieg als Mittel der Friedenssicherung verklärt. Heinz Klippert beleuchtet die Hintergründe menschlicher Destruktivität, kommentiert die Aufrüstungs-, Entspannungs- und Friedenspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg und plädiert für einen reflektierten Pazifismus, der Waffeneinsätze zwar nicht ausschließt, wohl aber dem sensiblen Hinterfragen, Verstehen und Deeskalieren internationaler Konflikte die absolute Priorität zuweist.

#39 Patrick Kaczmarczyk – »Zerstörerischen Marktmechanismen muss etwas entgegen gesetzt werden«

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Ob Krisen, Armut oder die zunehmende Verrohung und Spaltung der Gesellschaft: Die beängstigenden Entwicklungen der letzten Jahre sind in erster Linie das Ergebnis verfehlter wie fehlender wirtschaftspolitischer Ideen und Leitbilder. Das sagt der Politökonom Patrick Kaczmarczyk. Seine Suche nach möglichen Auswegen aus dem drohenden sozio-ökonomischen wie ökologischen Desaster führt Kaczmarczyk bis in die Soziallehre der Kirche. Diese weist einen überraschenden Reichtum an Prinzipien und Leitbildern auf, die den auf radikalen Egoismus setzenden Dogmen des Neoliberalismus in fundamentaler Weise entgegenstehen. Denn eines steht fest: Ohne mehr Gemeinsinn sind die aktuellen Krisen ein bloßer ein Vorgeschmack auf all das, was noch auf uns zukommt.

Tischgespäch #16 Spaltung lebt vom Mitmachen | Michael Andrick

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Koblenz im Dialog – Michael Andrick liest aus seinem kürzlich erschienenen Buch »Im Moralgefängnis«. Wieso enden unsere Meinungsverschiedenheiten in bitteren Fehden, die uns entzweien? Warum können wir nicht mehr gesittet miteinander streiten und freundlich auseinandergehen? Woher stammt das peinlich-laute Schweigen in Familien, unter Freunden, Kollegen und in den Medien? Ob Coronakrise, Gendern oder Ukrainekrieg: Dass die Gesellschaft gespalten sei und der private wie öffentliche Diskurs erodiert, hören wir seit Jahren. Doch an einer profunden Analyse der Gründe und Mechanismen mangelt es. Der Philosoph Michael Andrick zeigt, dass es ein Übermaß an Moralin ist, an der unsere Debattenkultur krankt: Spaltung ist eine Infektion der Kommunikationswege mit dem Virus der Moralisierung. Dieses Buch klärt auf, warum wir uns so stark voneinander entfremden konnten – und wie wir endlich wieder zueinanderfinden.